akkubetriebener Akkulader

Ich stand vor folgenden Problem:

Ein selten bewegtes Motorrad mit seinem Akku steht mit eingeschalteter Alarmanlage in einer Garage ohne Stromanschluß.

Die Alarmanlage und die Akku-Selbstentladung sorgen dafür, daß der Motorradakku langsam aber sicher bis zur Tiefenentladung entladen wird und damit Schaden nimmt.

Das nachladen mit einem netzbetriebenen Ladegerät an jenem Ort entfällt aus oben genannten Grund.

Also muß ein Ladegerät welches ebenfalls mit Akkus betrieben wird her.

Da die Ladeschlußspannung des Motorradakkus bei 13,8Volt liegen soll muß die Quellspannung logischerweise höher sein. Dazu schloss ich drei 6V Akkus in Reihe um so eine 18V Nennspannung zu erreichen. Ich baute ein Spannungswandler so um, daß ich am Eingang diese Spannung anlegen kann und den Ausgang stellte ich auf 13,8V ein. Die innere Strombegrenzung beträgt rund 4A.

Da diese Konstellation beim Anschluß an das Motorrad auf Dauer auch diesen Akkupack komplett leer saugen würde habe ich zum Schutz desselben eine Spannungsüberwachung des Speise-Akkupacks mit integriert. Diese trennt zuverlässig vor dem erreichen der Tiefenentladung des Speise-Akkupacks vor UND hinter der Ladeelektronik. Der Schaltpunkt liegt bei 16,2V (was 1,8V pro Zelle bedeutet).

Zur Überwachung der Funktionen habe ich ein kleines Amperemeter, welches mir die Stromaufnahme des Empfängerakkus anzeigt eingebaut. Die grüne "13,8V = voll" LED signalisiert mir zusätzlich, daß die Ladeschlußspannung am Empfängerakku erreicht ist. Der Empfängerakku nimmt auch danach keinen Schaden bleibt das Ladegerät angeschlossen. Die rote "entladen" LED signalisiert die Erschöpfung des Speise-Akkupacks. Somit kann jener Akkupack nun an einem Ort mit Netzanschluß wieder aufgeladen werden und das ganze Spiel kann später wieder von vorn beginnen. Der "Reset"-Knopf dient übrigens dazu, das evtl. abgeschaltete Relais durch gesunkene Spannung des Speise-Akkupacks wieder zurückzusetzen. Damit lässt sich noch der Restliche "Saft" vor Tiefenentladung aus dem Speise-Akkupack saugen.

Alternativ wäre natürlich eine Solarspeisung des Motorradakkus denkbar, aber an diesem Ort nicht realisierbar.

So muß nun ca. aller 2 Wochen der Motorradakku wieder aufgeladen werden. Der Vorteil der Schaltung liegt aber darin, nicht unbedingt nach Anschluß und erfolgreicher Aufladung des Empfängerakkus und späterer Entladung des Speise-Akkupacks alles sofort wieder abklemmen zu müssen, da sich die Schaltung komplett selbtst abtrennt und nichts Schaden nimmt.

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akkubetriebener Akkulader

Das fertig aufgebaute Gerät.

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Ein Blick ins Innere verrät auch hier: Ich arbeite gern mit den praktischen Lochrasterplatinen.

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Die Tiefenentlade-Schutzelektronik.

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Hier noch einmal die Schaltpunkte.

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Hinter dem Kühlkörper befindet sich die Ladeelektronik. Damit nicht immer ein lästiges Kabel am Gerät angeschlossen bleibt habe ich die Verbindung zum Empfängerakku steckbar gemacht.

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letzte Änderung am: 03.05.2019